Dieses Review entsteht mit gemischten Gefühlen, da Aryan Blood aus ihrer rechten Einstellung und dem Hang zum NSBM
keinen Hehl machen. Satanic Warmaster sind auch dafür bekannt, durchaus nationalsozialistisch anmutendes Material
zu erschaffen oder zu behandeln. Die hier vorliegenden Machwerke zählen durchaus zum Black Metal, auch wenn das
Todeslaut Metalzine sich explizit gegen solche Ideologien stellt und sie ablehnt. Rechts- und Linksextremismus und
das damit verbundene, häufige und blinde Herdendenken hat nach unserer Ansicht nichts im Black Metal verloren.
Der Einklang der Aryan Blood-Seite hält sich eher an melodisches und langsames Keyboardspiel, ähnlich mit bereits unzählige Male gehörten Intros. Gebildet wird das Klangspektrum überwiegend durch künstliche Streicher.
"Stärke, Stolz, Adel", so übersetzt sich das nächste Stück. Die hessische Band lobt hier entsprechend die vorgenannten Merkmale auf ihre Art und Weise. Ein treibendes Schlagwerk zieht sich durch das eher flotte Lied, das durchaus mit seiner Gitarrenarbeit überzeugen kann, jedoch auch keine Überraschungen bietet. Der Gesang besteht aus durchaus vertretbarem verzerrtem Geschrei. Ein kurzes Stück, wie alle hierauf befindlichen Werke der Band.
Totenkopfes schwarze Brut klingt im Gegensatz zum vorhergenden Liedgut weniger Abwechslungsreich; der Klang ist sehr ähnlich, das Tempo eher flott. Der Liedtitel verrät es schon - wir haben es hier mit deutschem Textwerk zu tun. Nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig ansprechend.
Das Intro zur zweiten Seite, welche von Satanic Warmaster gefüllt wurde, ist eher ruhig und wohl ebenfalls mit einem
Keyboard verwirklicht worden. Es vermittelt mehr Tiefe als das Intro der vorherigen Band, jedoch fällt es weniger
episch aus. Die Einleitung hat eine ungefähre Dauer von etwas weniger als zwei Minuten.
Richtig schwarzmetallisch legt das eigentliche Lied, Chant Of The Barbarian Wolves, los. Aggressiv-melodische und überzeugende Gitarrenarbeit, begleitet von treibendem Schlagzeug finden zueinander, komplettiert durch S.T.W.'s keifend-gurgelnde und hallende Stimme. Passend wechseln sich musikalische Teile und die Strophen ab.
Die Produktion der Aryan Blood-Seite ist sehr roh und teils kratzig im Klang. Die bzw. der Finne(n) Satanic Warmaster haben eine etwas feinere Produktion, die sich dennoch einen ansprechenden, rohen Klang bewahrt hat.
Spurenliste:
01 Aryan Blood - Einklang (02:07)
02 Aryan Blood - Strength - Pride - Nobility (01:49)
03 Aryan Blood - Totenkopfes Schwarze Brut (02:13)
04 Satanic Warmaster - Intro & Chant Of The Barbarian Wolves (06:34)
Subjektive Bewertung:
Der Teil von Aryan Blood ist eher uninteressant. Satanic Warmaster begeistern aber wie gehabt mit gutem, teils
melodischem Black Metal. "Chant Of The Barbarian Wolves" ist ein sehr gelungenes Stück, welches mich wohl immer
wieder begeistern kann.
Erhältlichkeit:
Noch erhältlich
Bekannte Erscheinungsformen:
EP
13.07.07, M.V.